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Andreea Octavia Stancu Mai 28, 2020 3 Minuten
Kategorien: Ecommerce | Soforthilfe für Händler
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Seit dem Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) ist die Nachfrage nach lebensnotwendigen Produkten exponentiell angestiegen. Aufgrund von globalen Lieferengpässen sind die Regale in den Geschäften häufig leer und Artikel des täglichen Lebens wie Lebensmittel, Medikamente sowie Toilettenpapier Mangelware geworden. 

Auch Amazon reagiert auf diesen Zustand und präferiert den Versand von essentiellen Gütern vor allen anderen. Folgende Produktkategorien hält Amazon für wesentlich: 

  • Baby 
  • Gesundheit & Haushalt
  • Schönheits- und Körperpflege (einschließlich Körperpflegegeräte)
  • Lebensmittelgeschäft
  • Industrie & Wissenschaft
  • Heimtierbedarf

Für Drittverkäufer von nicht-wesentlichen Produkten kann dies das vorübergehende Einfrieren ihrer FBA-Lieferungen bedeuten. 

Zusätzlich zu der Präferenz von notwendigen Produkten sehen sich Seller häufig mit Lieferschwierigkeiten ihrer Produkte konfrontiert. Die chinesische Exportindustrie, normalerweise Hauptlieferant für viele Amazon-Verkäufer, leidet unter der großen Belastung durch COVID-19. 

Somit stellt sich besonders für Drittverkäufer häufig die Frage, was diese Veränderungen für ihr Geschäft bedeutet und welche Schritte man unternehmen kann, um die Verluste in in der Corona Krise möglichst gering zu halten. 

5 Sofortmaßnahmen um Verluste in der Corona Krise zu minimieren

  1. Fulfillment by Merchant (FBM) in Betracht ziehen

Wer seine Waren mit dem Amazon FBA Service verschickt, ist von einem reibungslosen Funktionieren der Plattform abhängig. Solange Amazon den Verkauf von nicht wesentlichen Produkten depriorisiert oder sogar ganz einstellt, kann ein Seller seine Waren nicht verkaufen. Eine Möglichkeit, seine Waren unabhängig von Amazon über den Marktplatz zu verkaufen und somit seine Verluste in der Corona Krise zu minimieren, kann die Verwendung von Fulfillment by Merchant (FBM) sein. Bevor sich ein Seller für diese Möglichkeit entscheidet, muss aber unbedingt beachtet werden, dass zwei Grundvoraussetzung erfüllt sein müssen, um den Service in Anspruch nehmen zu können: Es müssen eigene Lagerbeständen verfügbar sein und die zu verkaufenden Waren dürfen sich aktuell nicht in einem Amazon-Fulfillment-Center befinden. 

Bei der Verwendung von FBM müssen die Waren anschließend selbstständig kommissioniert, verpackt sowie versandt werden. Zudem muss sichergestellt werden, dass das Produkt rechtzeitig und ohne Schäden oder Probleme beim Kunden eintrifft.

Der FBM-Versand kann zudem mit einigen weiteren Risiken verbunden sein, über die man sich vor der Entscheidung unbedingt im Klaren sein sollte: 

Sofern ein Seller nicht bereits über ein umfangreiches Fulfillment-Verfahren verfügt, können die Kosten für FBM-Bestellungen deutlich höher ausfallen als für FBA-Bestellungen. Käufer können zudem negative Bewertungen hinterlassen, die sich auf die längeren Lieferzeiten beziehen und nicht mit einem extra Hinweis gekennzeichnet sind, dass es sich um eine Bestellung während COVID-19 handelt.

Zudem übernimmt Amazon in diesem Modell weder den Kundenservice noch die Abwicklung einer Rücksendung. 

  1. Neue Geschäftsmodelle integrieren

Aufgrund der Lieferschwierigkeiten, die einem möglicherweise bei der Beschaffung von Produkten aus China oder anderen Überseeanbietern begegnen, werden Geschäftsmodelle wie Private Label, Wholesale und Dropshipping während COVID-19 erschwert. 

Allerdings gibt es andere Geschäftsmodelle, auf die während der Pandemie zurückgegriffen werden kann und die die Verluste in der Corona Krise minimieren können: 

  • Produkte in der Handmade-Kategorie verkaufen: Mit Hand hergestellte Produkte können direkt an den Verbraucher versandt werden. 
  • Produkte weiterverkaufen: Während ein Weiterverkauf im Einzelhandel aktuell nur schwer möglich ist, kann der Weiterverkauf von Produkten über Amazon eine Chance sein. Dabei wird ein Produkt von einer konkurrierenden Einzelhandelsseite (wie beispielsweise Ebay) erworben und über Amazon zu einem höheren Preis angeboten. 
  • Eigene Produkte herstellen: Abhängig davon welche Produkte der Seller normalerweise über die Plattform verkauft, kann die Erstellung der Produkte mit einem 3D-Drucker eine gute Möglichkeit sein. Allerdings müssen hier Kosten und Nutzen stark voneinander abgewogen werden. 
  1. Amazon Ads vorübergehend reduzieren oder abschalten

Wer während der der Krise einen Umsatzrückgang verzeichnet, insbesondere wenn ein Seller nicht wesentliche Waren verkauft, kann seine geschalteten Amazon Ads bis auf weiteres reduzieren oder aussetzen, um Kosten zu sparen. 

Zumal Amazon den Versand dieser Produkte aktuell ohnehin nicht präferiert, empfiehlt es sich die laufenden Kosten zu sparen und die Zeit zu nutzen, um die Ads zu optimieren und zu einem späteren Zeitpunkt zu reaktivieren. 

4. Auf die eigene Marke konzentrieren 

Auch wenn die Umsätz aktuell für eine bestimmte Zeit zurückgehen könnten, ist dies ein guter Zeitpunkt um sich auf die eigene Marke sowie deren Auftritt zu konzentrieren. Der eigene Markenkatalog kann aufgebaut werden, die nächsten optimiert Ads geplant werden und der Auftritt vorbereitet werden, für einen späteren Zeitpunkt, wenn sich die Situation normalisiert. 

Kommunikation mit den Kunden, sowohl auf als auch außerhalb von Amazon, kann zudem eine gute Möglichkeit sein, Ängste bei den Kunden abzubauen und sie langfristig an die eigene Marke zu binden. Auch Werbeaktionen können ein effektives Mittel sein, um den Namen der Marke bekannt zu machen.

5. Informiert bleiben

Die aktuelle Situation verändert sich stetig, auf der Plattform und außerhalb von ihr. Sobald Amazon die aktuellen Einschränkungen aufhebt, ist daher für Seller besonders wichtig, zu handeln und seine Maßnahmen wieder hochzufahren um im Geschäft zu bleiben. Es empfiehlt sich daher, stetig auf dem Laufenden zu bleiben um entsprechend reagieren zu können. 

Im Seller Central von Amazon finden sich die neuesten Ankündigung sowie Antworten auf die häufigsten Fragen. Zudem haben Seller hier die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen.

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