Andreea Octavia Stancu Oktober 20, 2020 4 Minuten
Kategorien: Ecommerce
Post tags:

Du hast 2018 als Seller gestartet, Produkte auf Amazon zu verkaufen, um Deinen Weg auf Deinem Blog machwasneues.de zu dokumentieren. Was hat Dich damals dazu bewegt, den Blog zu starten? Erzähl uns etwas über Deine Vision. 

Als ich damals mit Amazon gestartet habe, war ich verstärkt auf der Suche nach Informationen. Natürlich gibt es allerlei „Gurus“, die ihre Kurse an den Mann bringen wollen. Was mir aber wirklich gefehlt hat, waren authentische Geschichten von Gründern und Sellern. Deshalb habe ich einfach selbst dokumentiert, welche Erfolge und Misserfolge ich mit Amazon erlebt habe. Ich versuche allen neuen Sellern einfach einen realistischen Blick auf das ganze Thema „Amazon-Seller“ zu ermöglichen, ohne dabei zu demotivieren

Wer Produkte auf Amazon verkaufen möchte, sieht sich häufig mit einer Vielzahl von Anleitungen, Tipps und Tricks konfrontiert. Worauf sollte man achten, welche Tools sollte man nutzen und welche Fehler sollte man unbedingt vermeiden?

Das ist eine sehr gute Frage – Dazu könnte ich jetzt sehr viel erzählen aber ich versuche mich kurz zu halten. Für mich gibt es 3-4 Tools die überlebenswichtig sind:

1) Das ganze Thema Buchhaltung sollte man an ein Tool outsourcen um sich möglichst wenig mit dem Thema beschäftigen zu müssen.

2) Der Themenkomplex „launch“ – Dazu gibt es 1-2 Tools, die unbedingt genutzt werden sollten

3) Mittlerweile nutzen wir auch ein Tool zur PPC-Verwaltung, damit wir uns mit dem Overhead nicht mehr beschäftigen müssen

Die größten Fehler, die ich selbst gemacht habe, sind folgende:

1) Zu wenig Marge: Das ist echt mega entscheidend – Wenn deine Marge so eng berechnet ist, dass du kein Spielraum hast – kannst du auch Preisänderungen von Konkurrenten nicht reagieren. Deswegen: Plane deine Marge großzügig ein.

2) Alle Kosten berechnen: Wenn man am Anfang steht, kennt man wahrscheinlich noch nicht alle Kosten. Dieses Wissen, sollte man sich aber sehr schnell aneignen, da es ansonsten zu bösen Überraschungen kommt

3) Out-of-Stock: Immer ärgerlich und kostet richtige Ranking Power – Deswegen alles dafür tun nicht Out-of-Stock zu gehen

Das stellt jetzt erstmal einen Ausschnitt dar – Ich selbst habe deutlich mehr Fehler gemacht: Alles nachzulesen auf machwasneues.de


Inzwischen verkaufst Du bereits seit zwei Jahren Produkte auf Amazon. Was sind Deine Key-Learnings, die Du in der letzten Zeit sammeln konntest? Was hättest Du rückblickend gerne bereits gewusst, als Du gestartet bist?

Gewusst hätte ich gerne, dass an Amazon nichts aber wirklich gar nichts passiv ist und man sich jeden Tag um seine Produkte kümmern muss. Ich war selbst etwas zu euphorisch und habe gehofft, innerhalb kurzer Zeit mir ein weiteres Standbein aufbauen zu können (mit größtmöglicher Passivität)  – Das ist leider nicht möglich. 

Von der Produktidee, über das Sourcing bis hin zum Lagertransport – bis ein Produkt schließlich auf Amazon online ist und zum Verkauf steht ist es ein sehr langer sowie arbeitsintensiver Weg, der nicht selten auch Herausforderungen birgt, die unüberwindbar scheinen. Wolltest Du jemals das Amazon FBA Business aufgeben und was würdest du Sellern raten, die sich genau diesem Punkt befinden?

Ich habe sogar mal ein AMZ-Business aufgeben müssen wegen akuter Erfolglosigkeit: Dort kamen mehrere Faktoren zusammen wie beispielsweise schlechte Produkte und zeitliche Probleme. Aber das hat mich nicht davon abgehalten ein zweites Business mit einem anderen Partner aufzubauen, weil ich immer noch an das Konzept glaube und gerne die Fehler die ich am Anfang gemacht habe, korrigieren würde.

Ich würde jedem Seller raten, nicht aufzugeben und aus seinen Fehlern zu lernen.

Erfahrungsgemäß ist ein out-of-stock-event einer der Hauptfaktor für schlechteres Ranking auf Amazon? Was sind Deine besten Strategien um dies zu im Vorhinein zu vermeiden, um sich bestmöglich auf ein nahendes Event vorzubereiten sowie nach einem Restock das Ranking erneut zu verbessern? 

Wir haben mittlerweile ein externes Lager von dem wir sehr flexible Produkte ins AMZ-Lager schicken können. Natürlich kostet das auch etwas aber lohnt sich zu 100%. Mit diesem Lager bedienen wir nicht nur Amazon sondern auch den Großhandel. Da ein externes Lager zumeist günstiger ist als das Amazon Lager, haben wir dort große Menge gelagert und können so zu jedem beliebigen Event Amazon bedienen.

Neben einer geeigneten Beschreibung für das Produkt sind ansprechende Produktfotos einer der Keyfaktoren um einen potenziellen Kunden von einer Kaufentscheidung zu überzeugen. Neben der Produktfotografie für Deine eigenen Produkte bietest Du zudem einen Fotoservice für andere Seller an. Was sind Deine wichtigsten Learnings und Strategien die Du anwendest, um gute Produktfotos zu erstellen?

Produktfotos sind eines der wichtigsten Faktoren um wirklich erfolgreich zu sein. Wir haben früher die Fotos selber gemacht: Das war ein großer Fehler. Da ich mich mit dem Thema Fotos selbst nicht jeden Tag beschäftige, können die Fotos natürlich nicht in der Qualität eines professionellen Fotografen erstellt werden. So richtige „Strategien“ habe ich allerdings nicht – Für mich muss das Foto „stimmig“ sein und das vor allem in der Gesamtbetrachtung. Wenn der Kunde durch die Bilder swipet, muss er das Gefühl haben, dass hier eine Geschichte erzählt wird. Viele wichtige Informationen versuche ich auch schon in den Bildern zu verarbeiten, damit der Kunde auch das auf einen Blick beim ersten betrachten sieht.

Ich habe durch Zufall eine extrem gute Produkt-Fotografin im Ausland kennengelernt, die mir jeden Wunsch von den Lippen bzw. Augen abliest. Das würde ich gerne teilen und anderen Sellern auch zu Erfolg verhelfen. Ich biete dabei Fotos in (fast) jedem Setting an (z.b Strand, Felder etc.). Durch diese Vielfalt können wir garantieren, dass das Produkt immer im „besten Licht“ dargestellt wird. Außerdem sind wir sehr viel günstiger als vergleichbare Fotografen in Deutschland. Also wenn Interesse besteht, gerne melden 😊

Wir bedanken uns bei Showit für das interessante Gespräch.

Du hast noch nicht genug und willst noch mehr Lesestoff? Showit hat auf seinem Blog machwasneues.de eine Casestudy zusammen mit uns veröffentlicht und zeigt „Warum eine Finanzierung notwendig sein kann“.

Nichts mehr verpassen mit unserem Newsletter!

Ihr Abonnement konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt mit einem Link. Bitte bestätigen Sie Ihr Abonnement.

Newsletter

Melden Sie sich für unseren Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.